VIII. Kunstausstellung „The Natural Cut“ - Fraga Santos

Linolschnitt inspiriert von Karl Blossfeldt

Unsere diesjährige Kunstausstellung wird von dem portugiesischen Künstler Fraga Santos gestaltet. Unter dem Titel "The Natural Cut" (Der natürliche Schnitt) zeigt er ab dem 30. September 2019 großformatige Linolschnitte nach Fotografien von Karl Blossfeldt (1865-1932).

Die Vernissage findet am Montag, den 30. September 2019, um 11:00 Uhr im Foyer unseres Instituts statt.

Der Chor der Max-Planck-Institute für Biogeochemie und chemische Ökologie wird die Eröffnung musikalisch umrahmen.

Fraga Santos

Die von Karl Blossfeldt inspirierte  Arbeit „O corte natural“ (Der natürliche Schnitt) von Fraga Santos ist das Ergebnis der Kombination von Fotografie und Linolschnitt. Aus dem fotografischen Werk des deutschen Fotografen, Bildhauers und Lehrers Karl Blossfeldt (1865-1932) gingen die vom jungen Künstler Fraga Santos gefertigten Arbeiten hervor. Wie Blossfeldt, der in seiner Arbeit den ästhetischen Wert natürlicher Strukturen durch die Objektivität des Fokus, die Kombination, Organisation und Erweiterung von Details betont, versucht Fraga Santos, den fotografischen Blick Blossfeldts mit dem Linolschnitts neu zu interpretieren. Der natürliche Schnitt folgt den Strukturen des laut Blossfeldt größten Künstlers: der Natur. Die Arbeiten sind in schwarz-weiß gehalten. In dieser Reduktion liegt ihre Kraft.

Die Durchführung des hier vorgestellten Projekts, die Erforschung und Ausarbeitung des Materials, erstreckte sich über fast zwei Jahre. Während dieser Zeit experimentierte er mit der Technik des Linolschnitts auch zu anderen Themen wie Familie, Tiere, Organe des menschlichen Körpers, des menschlichen Akts und der Illustration von Sprichwörtern. Mit dieser Technik erweitert Fraga Santos seine künstlerischen Fertigkeiten und entwickelt seine Zeichen- und Gravurtechniken, mit denen er sich seit Beginn seines künstlerischen  Schaffens und seiner Berufsausbildung zum Goldschmied  beschäftigt, weiter.

Das Kriterium für die Auswahl der in dieser Ausstellung gesammelten Motive war nicht zufällig: Mit dem Wunsch, den individuellen Prozess kollektiv zu gestalten, delegierte der Künstler die Auswahl der Werke an Personen, die eine wichtige Rolle in seinem Leben spielten. Der Name der Werke setzt sich somit aus den Namen der Personen und den lateinischen Fachbegriffen für die auf den Fotografien dargestellten Pflanzen zusammen.


Ort der Ausstellung:
Foyer des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie
Hans-Knöll-Straße 8
07745 Jena

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung ist vom 30.09.2019 bis 19.12.2019 montags bis freitags zwischen 9:00 und 16:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Der Eintritt ist frei.